• Erik

Knut und seine Macken

Unser Moped Knut brachte uns über so einige Grenzen, leider nicht immer ganz so problemlos...

Knut leckt Benzin und Erik leistet erste Hilfe

Hey Ho,

hier fuer Euch nun die Fortfuehrung des letzten Reiseberichtes. Danach folgt gleich der naechste und aktuelle Reisebericht von unserem bisherigen Indonesientrip. Viel Spass beim lesen und gucken :-).


Von Battambang in Kambodscha sind wir als naechstes nach Thailand aufgebrochen. Wir hatten vor ein paar Tage zu volunteeren, im Nationalpark zu zelten und spaeter unseren Flug nach Indonesien anzutreten. Aber wie immer kam alles anders als gedacht.


Knut, unser Gefaehrt hatte uns bereits in Kambodscha einige Male stehen lassen (im wahrsten Sinne des Wortes). Anfaenglich ist kein Zuendfunke an der Kerze entstanden, dass aber auch nur dann, wenn wir besonders holprige Strassen benutzt hatten - also irgendwo gab es einen Wackelkontakt. Den zu finden hat gefuehlte Wochen gedauert. Ohne entsprechendes Werkzeug mussten wir also bei jedem Aussaetzer alle in Frage kommenden Kabel solange bei gleichzeitiger Anwendung der Motorblockzuendueberpruefungstechnik wackeln, bis aus dem Zyndkerzenkabel der Funke an den Motorblock und gleichzeitig in die Hand einschlug. Super Sache! Insgesammt sind wir vielleicht 10 bis 20 mal in die Situation gekommen, das die Kiste nicht ansprang und erst nach minutenlangem Probieren wieder ein Funke zu sehen war. Dabei kamen dann jedes Mal, egal wo wir waren, eine Hand voll Einheimischer, die helfen wollten. Leider konnten diese meistens kein English und haben immer die gleichen Sachen probieren wollen, die wir bereits die ganze Zeit versucht hatten. Das kann vielleicht nerven - auch wenns nett gemeint ist.


Thailand sollte Knut unsere ganze Aufmerksamkeit fordern. Alles fing bereits an der Grenze an. Wir hatten bereits gelesen, dass wir das Moped beim Zoll vorzeigen und offiziell importieren muessen. Dort fiel dem Beamten auf, das die Zulassung (Vietnamesische Bluecard) auf einen ganz anderen Typ Moped laeuft als auf dem Moped selbst zu lesen war. Wir hatten eine Faelschung einer Honda Win 100 gekauft und die Papiere weisen ein chinesisches Brand auf. Mh Naja was solls, der Beamte verzog sich zunaechst fuer ein paar Minuten zu seinen Kollegen zurueck um zu diskutieren, kam dann aber wieder mit der Aussage alles sei kein Problem und wir bekamen eine temporaere Importerlaubnis fuer einen Monat. Sollten wir es nicht wieder (wie geplant ;)) rechtzeitig ausfuehren droht uns eine Strafe von umgerechnet 600$.


Von der Grenze ging es in nach Chanthaburi einer sehr idyllischen Stadt an einem netten Fluesschen gelegen. Edelsteinen und Jade wird dort gehandelt und verarbeitet. Das fuehrt dazu, dass die Stadt relativ reich wirkte und die haelfte aller Strassen mit Kameras ausgeleuchtet waren. Allgemein hatten wir sofort bemerkt, dass die Strassen im verhaeltniss zu Kambodscha und Vietnam sehr viel besser in Thailand sind. Am Tag 200km, vorher unvorstellbar, kein Problem in Thailand, wenn da nicht unser Knut waere. Wir waren gerade auf dem Rueckweg von einem nahe gelegenem Nationalpark, als ploetzlichbeim Treten des Bremspedals dieser bis auf die Strasse krachte und praktisch keine Bremswirkung mehr zu spueren war. Ohje zum Glück ist nichts passiert. Bis zur naechsten Werkstatt musste dann also die Motorbremse herhalten. Keinen Tag spaeter sind wir von Chanthaburi Richtung Rajng weiter nach Westen gefahren als wir ploetzlich Fluessigkeit an unsere Beine spritzen fuehlten.


Knut hat ein Loch im Tank mit ca 3 mm Durchmesser

Ohmann das war ein Loch im Tank mit ca 3 Milimeter Durchmesser.

Also hiess es wieder Werkstadt, dort gab man uns Seife, welche wir immer und immer wieder kleingerieben und auf das Loch aufgetragen haben. Das hat je nach Temperatur und Fuellstand ca. eine Stunde gehalten. Spaeter haben wir dann noch Plastelina eingemischt. Der naechste Grosse Baumarkt sollte noch eine Weile entfernt sein. So sind wir vielleicht anderthalb Wochen herum gefahren. Letzenendlich konnten wir das Problem loesen mit gutem alten Uhu Superspezialkleber und der Tank war wieder dicht.





Da wir nun von Bangkok nach Indonesien fliegen wollten , mussten wir also eine Gelegenheit finden Knut abzustellen oder zu verkaufen. In Ayuttaya, etwas noerdlich von Bangkok haben wir an ein paar Motorradlaeden gefragt, ob die Knut kaufen wollen wuerden - leider ohne Erfolg. Mit der vietnamesischen Bluecard wollte hier niemand etwas zu tun haben. Die naechste Idee war nun Knut irgendwo unter zu stellen. Dafuer haben wir dann in unserer Unterkunft nachgefragt. Die hatten ja schliesslich jede Menge Platz. Leider wollten die direkt 25 Euro je Monat haben, was wirklich uebertrieben viel ist. Was nun? In einem Kaffee haben wir dann einen Tipp bekommen. Wir sollten das Moped einfach bei der Polizei abstellen. Das hat uns natuerlich etwas stutzig gemacht, da unser Knut irgendwie nur so halb legal im Land ist. Wie auch immer wir haben es einfach probiert. Bei der Polizeistation in Ayuttaya angekommen musste ich mich zunaechst durch einige Bueros schlagen, um jemand Englischsprachiges zu finden. Anschliessend schien mein Vorhaben auf grosses Interesse bei der halben Polizeistation zu stossen. Wenn das mal gut geht.... Alle waren sehr freundlich und auch als die meine Mopedpapiere sehen und kopieren wollten hat niemand was gesagt. Super! Dann haben wir das Moped einfach hinten auf einen Abstellplatz gefahren und mir wurde gesagt, dass ich es einfach wieder abholen kann, wenn ich meine Bluecard zeige. Problem geloesst ;)


Wer die Medien verfolgt hat weiss sicher, dass in Thailand gerade ein Regierungsputsch stattfand. Die hiessige Armee hatte lange zugeschaut, wie sich Regierungsbefuehrworter und -gegner in teils gewaltsamen Protesten und Demonstrationen gegeneinander aufgerieben haben. Bereits zwei Monate zuvor konnten wir viele Demonstrationen und Belagerungsstaetten auf Bangkoks Strassen und Parks ausmachen. Das mutete an, als waeren das Partymeilen mit Kuenstlern und Verkaeufern. Von Gewalt hatten wir auch nur in den Medien gehoert. Jetzt war die Situation laut Medien wieder anders. Das Militaer hatte die Regierungsgewalt uebernommen und die eigentliche Regierung weggeputscht. Ausserdem wurde das Kriegsrecht verhaengt wobei das Militaer Ausgangssperre im ganzen Land ab 22 Uhr Abends befahl und angeblich ueberall present sein sollte. Weiterhin sollten Versammlungen von Menschen mit mehr als fuenf Personen mit Freiheitsstrafe geandet werden. Von all dem haben wir, wieder in Bangkok angekommen, nicht viel erlebt. Ja, es gab etwas mehr Militaer und ja, die Partygaenger sind in den Hostels geblieben. Sonst ging das normale Leben in Bangkoks Strassen seinen geregelten ungeregelten Gang wie immer :)

Im Flieger nach Indonesien haben wir das aber alles hinter uns gelassen und freuten uns nun auf Indonesien. Der Flug war sehr holprig und die Leute sind sehr nervoes gewesen, da wir durch ein Unwetter geflogen sind. Das hat echt richtig gewackelt. Bei jedem Mal gab es Schreie und Gewimmer im ganzen Flugzeug. Das war mal eine Erfahrung der anderen Art.




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Wir sind Resi und Erik. Hier auf unserem Blog möchten wir unsere Erlebnisse beim Reisen sowie Gedanken zu Gott und die Welt mit dir teilen. Wenn du wissen möchtest, wie alles begann, dann schau doch mal hier.

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